Der Umgang von  Messintentionen in unserer Seelsorgeeinheit

Liebe Mitchristen,

während meines Krankenstandes wurden von den vertretenden Priestern die Messintentionen nicht vorgetragen. Dies führte zu Nachfragen und Reklamationen, zu denen ich Stellung nehmen möchte. Die zelebrierenden Mitbrüder hielten sich an das Kirchenrecht, dass an Sonn- und Feiertagen keine Messintentionen gehalten werden dürfen. Bei Wortgottesfeiern werden grundsätzlich keine Intentionen verwendet. 

Warum gehe ich in die Kirche? Dass alle den Namen meiner Verstorbenen hören? Warum lässt der Eine oder die Andere fast jeden Sonntag den Namen seiner Verstorbenen im Gottesdienst benennen? Mancher Name gehört fast wie das „Vater unser“ zur Eucharistie.

Im Hochgebet, betet der Priester für die Verstorbenen: Gedenke <aller> unserer Brüder und Schwestern, die entschlafen sind in der Hoffnung, dass sie auferstehen. Nimm sie und alle, die in deiner Gnade aus dieser Welt geschieden sind in dein Reich auf, wo sie dich schauen von Angesicht zu Angesicht.

In Zukunft werden die Messintentionen im Pfarrbrief weiterhin abgedruckt, aber in der Eucharistiefeier nicht mehr ausdrücklich erwähnt. Weiterhin wird in  den Fürbitten  allgemein an die Verstorbenen gedacht und diejenigen genannt, die zuvor in der Woche bestattet wurden.  Diese Handhabung lässt Intentionen am Sonntag zu.

Gottes-Dienst an uns Menschen ist weit größer, als wir es uns vorstellen können. Die Barmherzigkeit Gottes soll uns in unsere Barmherzigkeit führen.

Ihr Pfarrer F. Bellm